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Bereits im ersten Artikel, welcher in diesem Blog veröffentlicht wurde, beschäftigten wir uns mit den Troubles, also dem Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken, welcher in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgetragen wurde. Genauer warfen wir einen Blick auf die Organisationen, welche die katholische Seite vertraten, weshalb wir nun der Meinung sind, dass sich ein Blick auf die andere Konfliktpartei lohnen würde, welche auf paramilitärischer Ebene hauptsächlich aus der sogenannten Ulster Volunteer Force (UVF) bestand.
Bis zu 90.000 Mitglieder schlossen sich den Anführern der Organisation Edward Carson und James Craig innerhalb kürzester Zeit an. Lange sollte diese erste UVF aber nicht währen, zu stürmisch waren die Zeiten in der sie entstand. Viele Mitglieder verloren in Frankreich ihr Leben, als sie sich freiwillig für den Kampf im ersten Weltkrieg meldeten. Einige der verbleibenden Volunteers schlossen sich nach Kriegsende der Polizei in Nordirland an. Das Ziel Irland vor der Autonomie zu bewahren war gescheitert, der irische Freistaat wurde im Jahr 1922 vom restlichen Vereinigten Königreich abgespalten.
Dieser Friede setzte dem Krieg ein Ende, den Terror hingegen konnte es nicht Einhalt gebieten.
Immer wieder kommt es vor, dass Personen, welche sich mit der UVF identifizieren politische Morde begehen, wie zum Beispiel im Jahr 2005, als sechs Anhänger der LVF, einer mit der UVF konkurrierenden, protestantischen Miliz erschossen wurden.
Erster Akt
Die UVF, welche weltweit als Terrororganisation angesehen wird, gründete sich im Jahr 1912 als eine pro-britische Miliz im Kampf gegen die Autonomie für Irland, welche immer näher zu rücken schien.Bis zu 90.000 Mitglieder schlossen sich den Anführern der Organisation Edward Carson und James Craig innerhalb kürzester Zeit an. Lange sollte diese erste UVF aber nicht währen, zu stürmisch waren die Zeiten in der sie entstand. Viele Mitglieder verloren in Frankreich ihr Leben, als sie sich freiwillig für den Kampf im ersten Weltkrieg meldeten. Einige der verbleibenden Volunteers schlossen sich nach Kriegsende der Polizei in Nordirland an. Das Ziel Irland vor der Autonomie zu bewahren war gescheitert, der irische Freistaat wurde im Jahr 1922 vom restlichen Vereinigten Königreich abgespalten.
Zweiter Akt
Die moderne Terrororganisation UVF hat wenig am Hut mit der historischen Miliz von Carson und Craig, auch wenn sie sich in der Tradition von ihr sieht. Sie entstand im Jahr 1966 und gelang bereits in ihrem Gründungsjahr landesweit in die Schlagzeilen, da ihre Mitglieder schnell damit anfing politisch motivierte Morde zu begehen. Trotzdem erlebte sie einen stetigen Zustrom an Rekruten, da in der selben Zeit auch die IRA erstarkte, welche ebenfalls mit gewalttätigen Mitteln gegen ihre Gegner vorging. Die 1970er Jahre waren das blutigste Kapitel im Konflikt zwischen diesen beiden Organisationen. Einige der schlimmsten Terroranschläge, welche Irland je erlebt hat, wurden in diesem Jahrzehnt von der UVF verübt. Die Brutalität mit der sie vorging, lies Skrupel aufkommen, sogar bei jenen, welche selbst Blut an ihren Händen kleben hatten. Viele protestantische Milizionäre saßen in den selben Lagern ein, in denen auch IRA-Kämpfer interniert waren. In einem dieser Lager bildete sich eine Gruppe um den Häftling Gusty Spence, welcher einst selbst politische Gegner ermordete und nun versuchen wollte, das Hauptziel der UVF, also die Beibehaltung der britischen Herrschaft über Nordirland auf politischem Wege zu erfüllen. Sie gründeten 1979 die Progressive Unionist Party (PUP), welche von nun an als politischer Arm der UVF fungierte.Letzter Akt?
Und so ging der Terror in Irland und im Vereinigten Königreich weiter, wie wir es bereits im Artikel über Sinn Fein ausgeführt haben, bis 1998 beide Parteien zusammen mit der britischen Regierung das sogenannte Karfreitagsabkommen unterzeichneten, welches den Protestanten zusicherte, weiterhin Teil der britischen Staates bleiben zu können, in weiterhin existierenden nordisch-britischen Provinz.Dieser Friede setzte dem Krieg ein Ende, den Terror hingegen konnte es nicht Einhalt gebieten.
Immer wieder kommt es vor, dass Personen, welche sich mit der UVF identifizieren politische Morde begehen, wie zum Beispiel im Jahr 2005, als sechs Anhänger der LVF, einer mit der UVF konkurrierenden, protestantischen Miliz erschossen wurden.






